Wenn Binance und Chainalysis einen großen Eggo-Veranstaltungsort haben

Wichtige Erkenntnisse:

  • Binance bestand darauf, nur direkte illegale Zuflüsse zu kontrollieren, und prahlte mit einer äußerst geringen Kriminalitätsrate.
  • Chainalysis und TRM Labs verdrehten die Augen über den Ausschluss und veränderten die Erzählung dramatisch.
  • Die Debatte läuft auf Definitionen hinaus und beweist, dass es bei Statistiken mehr darum geht, was Sie sagen, als darum, was wirklich passiert.

In meinem neuesten Tagebucheintrag – und keine Sorge, hier gibt es keine Geheimnisse, nur eine Geschichte zweier Unternehmen – geht es um die kühne Behauptung von Binance, dass illegale Börsen fast so langweilig sind, wie Farbe beim Trocknen zuzusehen. Chainalysis, das Binance seine Daten zur Verfügung gestellt hat, sagt, Moment mal, lasst uns das gesamte Spektrum einbeziehen.

Hier sehen wir, dass Kriminalität, wie das Müsli am Morgen, nicht nur das ist, was in der Schachtel ist, sondern auch das, was man hinzufügt.

Die Botschaft von Binance: Kriminelle Ströme lassen sich leicht überspringen – wie Tante Sallys Schluchzergeschichte

Als Binance ihr genau kalkuliertes Fehlverhalten zu einem Zeitpunkt aufdeckte, an dem die meisten Leute sicher mit einem Buch zusammengerollt waren, war ihr Argument einfach: Überprüfen Sie die Transaktionsvolumina an den sieben größten Börsen, heben Sie die Wallets hervor, die mit dem Etikett „illegal“ versehen sind, und zählen Sie, wie viel direkt aus diesen Wallets sickert.

Voilà! Wir erhalten verblüffend kleine Ergebnisse: zwischen 0,018 % und 0,023 %. Und aufgrund dieser nervösen Rechnung erklärte sich Binance für heiliger als frisch geschnittenes Brot – zumindest in der Kryptowelt. Sie behaupteten, Kryptokriminalität sei nur ein übertriebenes Gerücht.

Kettenanalyse: Ist das Ihr Ernst? Die Methodik ist fehlerhaft!

Chainalysis hatte nichts davon, spielte aber mit den Figuren selbst gut mit. Ihr wichtigerer Punkt war: Was bedeutet dieser Prozentsatz überhaupt? Wissen Sie, Kriminelle sind beim Sauerteigbacken geschickter als ich. Sie senden Geld nicht direkt an eine große Börse. Stattdessen fließen die Gelder durch zahlreiche kleinere Wallets und sehen blitzsauber aus, wenn sie sich schließlich für Binance oder seine Konkurrenten als endgültiges Ziel entscheiden. Die Methodik von Binance ignorierte diesen Schachzug praktischerweise.

Chainalysis weist darauf hin, dass indirekte Geldwäsche an der Tagesordnung ist. Chainalysis selbst hat im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen aus dem virtuellen Ether entwendet, wobei sage und schreibe 1,7 Milliarden US-Dollar an Börsen aufgetaucht sind – vor allem nach einem heimlichen Marathon durch Zwischen-Wallets.

Die Metrik von Binance hat diesen komplizierten Tanz leider nicht einmal bemerkt.

TRM Labs: Gleiche Daten, unterschiedliche Angst

TRM Labs, unser anderer forensischer Freund, der ins Rampenlicht von Binance gerückt wurde, stimmte aus vollem Herzen zu. Die Zahl, von der Binance besessen war, stammte aus einem privaten Datensatz – wissen Sie, der in Geheimnisse gehüllt war und nicht einmal im Bericht von TRM stand, der nur in aller Öffentlichkeit herumlungerte.

TRM spiegelte die Meinung von Chainalysis wider: Die Zahl spiegelte lediglich die direkte Exposition wider und bot keinen Einblick in die gesamten illegalen Ströme.

Fazit: Binance hielt an der engsten Definition fest, die man sich vorstellen kann. Hier lügen wir nicht, wir brauchen nur unsere Gläser mit äußerst erlesenem Wein.

Compliance-Politik hinter dem Vorhang

Diese Verwirrung entfaltet sich, als Binance nach einem Wutanfall in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar und der komischen Saga von Changpeng Zhaos Verurteilung und anschließender Begnadigung durch das Minenfeld navigiert. Ihre Leistung würde nicht zuletzt in einem Puppentheater Applaus ernten: wie sie sich selbst als die besten Gaunerreformer darstellen.

Denn in einer Branche, die oft eher anhand von Gerüchten und Schlagzeilen als anhand tatsächlicher Prüfungen beurteilt wird, könnten die Erzählungen, denen die Menschen zustimmen, die Politik verändern und die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen – und damit beeinflussen, wer den König des sauberen Marktes spielen darf.

Das Dilemma der Branche: Finger oder Handgelenk messen?

Das anhaltende Rätsel der Kryptokriminalität ist noch nicht wirklich verschwunden, und auch unsere Fähigkeit, uns selbst zu befragen, wie man es messen kann, ist nicht wirklich verschwunden. Wenn sich die Parteien nicht darüber einig sind, was als illegale Aktivität gilt – war es die erste Brieftasche in der Schlange oder die letzte, die die Tür hielt, als die Polizei eintraf? – dann wird es in der Kryptokriminalitätsdiskussion für immer mehr um Perspektiven als um die Anhäufung von Zahlen gehen.

Nein, Binance und Chainalysis streiten sich nicht um Zahlen; Das ist zu ausgereift für diese Einstellung. Sie streiten sich über Definitionen und hoffen, dass ihr Wörterbuch gewinnt.

Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung. Genießen Sie immer Ihre eigene Recherche und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzberater, bevor Sie Initialen in Ihr Portemonnaie ritzen.

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2025-11-30 19:33