Der Bitcoin-Preis ist mit Volatilität konfrontiert und liegt derzeit bei rund 42.000 US-Dollar, da der ETF-Hype nachlässt und einen Ausverkauf auslöst

Bitcoin (BTC) erlebte ein turbulentes Wochenende, als er zum zweiten Mal unter 42.000 US-Dollar fiel und trotz gedämpfter Handelsvolumina nicht über 43.100 US-Dollar durchbrechen konnte. Die Aufregung um die Genehmigung und Einführung von Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Fonds (ETFs) trieb die Flaggschiff-Krypto zunächst auf ein Zweijahreshoch von über 49.000 US-Dollar. Die Nachwirkungen waren jedoch von einem deutlichen Abschwung geprägt, wobei die Marktreaktionen das klassische „Sell the News“-Phänomen widerspiegelten.

Bitcoin-Preisliquidationen über Börsen hinweg

Nach Angaben von CoinGlass wurden in den letzten 24 Stunden 28,06 Millionen US-Dollar an Bitcoin liquidiert, wobei etwa 85 % davon Long-Positionen im Wert von 80,57 Millionen US-Dollar waren. Prominente Börsen wie Binance und OKX waren mit erheblichen Liquidationen konfrontiert, die Verluste beliefen sich auf insgesamt 7,51 Millionen US-Dollar bzw. 5,26 Millionen US-Dollar.

Nach den neuesten Daten wird BTC an den wichtigsten Börsen bei 42.646 US-Dollar gehandelt, immer noch über der wichtigen Unterstützungsmarke von 40.250 US-Dollar. Darüber hinaus liegt der Marktstimmungswert von Bitcoin laut dem Crypto Fear & Greed Index derzeit bei 52 von 100, dem niedrigsten Stand seit dem 19. Oktober 2023, als Bitcoin zu einem durchschnittlichen Tagespreis von etwa 31.000 US-Dollar gehandelt wurde.

Dem anfänglichen Anstieg des Bitcoin-Preises, der durch die Genehmigung und Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs vorangetrieben wurde, folgte ein Abschwung. Dieses Phänomen ist charakteristisch für „Sell the News“-Ereignisse, bei denen Marktteilnehmer nach Eintreten des erwarteten Ereignisses schnell ausverkaufen. Die Aufregung um ETFs ließ Bitcoin auf ein Zweijahreshoch von über 49.000 US-Dollar steigen, doch die darauffolgenden Ausverkäufe waren bemerkenswert.

Technische Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) deuten auf eine mögliche Fortsetzung des aktuellen Ausverkaufs hin. 10x Research unter der Leitung von Markus Thielen weist auf die RSI-Divergenz als Signal für eine Korrektur hin und betont, dass der Rückzug bei etwa 38.000 US-Dollar Unterstützung finden könnte. Das Unterschreiten des MACD-Histogramms unter Null weist auf eine rückläufige Dynamikverschiebung hin.

Auswirkungen der ETF- und institutionellen Aktivitäten von Grayscale

Analysten gehen davon aus, dass die Abflüsse aus dem Bitcoin Trust (GBTC) ETF von Grayscale in Verbindung mit der Umstellung der Anleger auf Optionen mit niedrigeren Gebühren einen Abwärtsdruck auf den Bitcoin-Preis ausüben werden. Grayscale, das eine Verwaltungsgebühr von 1,5 % erhebt, steht im Wettbewerb mit Vermögensverwaltern wie Franklin Templeton, die nur 0,19 % verlangen.

Thielen weist darauf hin, dass die negative Stimmung rund um Grayscale, einschließlich der Tatsache, dass GBTC-Inhaber in der Vergangenheit überhöhte Preise verlangten, dazu führen könnte, dass Anleger verkaufen, bevor sie ihr Bitcoin-Engagement auf alternative ETF-Emittenten übertragen.

Im Gegensatz dazu bleiben ETF-Emittenten, die Berichten zufolge inmitten des Abschwungs 23.000 BTC gekauft haben, hinsichtlich des Potenzials für institutionelle Nachfrage optimistisch. Allein BlackRock Inc (NYSE: BLK) hat 11.500 Bitcoin erworben. Ob dieses institutionelle Interesse die negative Stimmung aufrechterhalten und ausgleichen kann, bleibt ungewiss.

Insgesamt unterstreichen die jüngsten Preisschwankungen von Bitcoin, beeinflusst durch den ETF-Hype und den anschließenden Ausverkauf, die Sensibilität des Marktes gegenüber Großereignissen. Während sich der Markt durch diese Dynamik bewegt, wird Anlegern empfohlen, wachsam zu bleiben und wichtige Unterstützungs- und Widerstandsniveaus auf potenzielle Handelsmöglichkeiten zu überwachen.

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2024-01-15 15:51